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Blog-Archiv für die Kategorie ‘Veranstaltungen’
von Matthias Rohs - 26. February 2010
Gerne möchte ich auf eine Veranstaltung von Autostadt hinweisen, die am 19. März auf der Didactica stattfindet:
„Kinder müssen Erfahrungen machen”, sagt der Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther, der im Rahmen des Symposiums gemeinsam mit dem Journalisten und Filmemacher Reinhard Kahl, der Freizeitwissenschaftlerin Prof. Dr. Renate Freericks, dem Autoren und Leiter des renommierten Schweizer Instituts Beatenberg Andreas Müller und anderen Experten diskutieren wird, wie außerschulische Lernorte hierbei unterstützen können.
Die Teilnehmer haben zudem die Möglichkeit, in Arbeitsgruppen mehr über Best-Practice-Beispiele zu erfahren und Fragen der Vernetzung von schulischer und außerschulischer Bildung zu diskutieren.
Autostadt-Symposium „Außerschulische Lernorte – Partner der Schule”
Freitag, 19. März 2010, 10 bis 16 Uhr,
Auf der didacta 2010 in Köln
Koelnmesse, Congress-Centrum Ost, Offenbachsaal
Eintritt frei, Anmeldung erbetenWeitere Informationen zu dem Symposium entnehmen Sie bitte der angehängten Datei. Leiten sie diese gern auch an andere Interessierte weiter.
Konnten wir Ihr Interesse an unserem Symposium wecken? Dann melden Sie sich am besten gleich an unter Tel. 05361 – 40-1412 oder per Mail unter didacta@autostadt.de. Anmeldeschluss ist Mittwoch, der 17. März 2010. Die Plätze sind begrenzt.
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von Gast - 30. July 2009
Gastbeitrag von Ulrike Devers-Kanoglu
Endlich ist sie da, die Dokumentation der Konferenz, die Ende letzten Jahres anlässlich des 15. Geburtstages des Transformative Learning Centre der Universität Toronto in Kanada stattgefunden hat: http://tlc.oise.utoronto.ca/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/ldd-proceedings-master-document-23-july-09.pdf
Basierend auf der Feststellung, dass die Verbindung von ‘participatory democracy’ und ‘citizenship learning’ trotz aller Praxisrelevanz ein notorisch unterrepräsentiertes Feld in der Forschung darstellt, waren Forscher als auch Praktiker eingeladen, diesbezüglich in einen Dialog zu treten, um diesem Defizit entgegenzutreten. Gefolgt sind diesem Ruf 250 Teilnehmer aus aller Welt und aus einer immensen Bandbreite verschiedener Disziplinen, was sich schließlich auch äußerst beeindruckend in der Konferenzdokumentation niederschlägt: sage und schreibe 75 Beiträge, vereint auf insgesamt 781 Seiten, decken die folgenden Themengebiete ab:
1. Learning Democracy: Conceptual Discussions, Debates and Issues
2. Learning Democracy in Schools
3. Learning Democracy in Higher Education
4. Learning Democracy in Non-Formal Education
5. Learning Democracy in Social Movements and Political Parties
6. Learning Democracy in Local Communities
7. Learning Democracy in Local and Provincial Governance
8. Learning Democracy in Global Context
Dabei spielen neben formalen und non-formalen Kontexten des Lernens explizit auch Kontexte eine Rolle, in denen das Lernen naturgemäß eher informell von Statten geht – getreu dem Motto: “Learning democracy by doing” und in Anlehnung an Pädagogen wie John Dewey, die darauf verweisen, dass die Teilhabe an demokratischen Entscheidungsprozessen dazu beitragen kann, dass Bürger den Wert der Demokratie erkennen und dabei gleichsam auch die hierfür erforderlichen Kapazitäten erwerben (vgl. S. i).
Bleibt zu hoffen, dass dieses beeindruckende Werk eine breite Resonanz findet und dazu beiträgt, den begonnenen Dialog weiter fort zu führen. Eine Folgekonferenz, die diese Intention aufgreift, ist für 2010 in Rosario, Argentinien geplant: http://www.congresorosario2010.com.ar/modulos/mdle.asp?id=5&mod=English%20Version
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von Matthias Rohs - 12. January 2009
Am 23. und 24. Januar findet die 4. Zukunfskonferenz der Komission “Pädagogische Freizeitforschung” der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft in der Autostadt Wolfsburg statt. Unter dem Titel “Bildungsräume in Bewegung” wird ein interdisziplinären Dialog über die Schaffung und Gestaltung von Bildungsräumen der Zukunft anhand von Beispielen aus Theorie und Praxis geführt werden.
“Mit der Umstrukturierung der deutschen Bildungslandschaft entstehen innovative Lernkulturen an neuen Orten mit anderen pädagogischen Medien und Methoden. Doch Bildung reagiert sensibel auf die Veränderung ihrer Arrangements:Welches sind die Herausforderungen, welches die Chancen dieser Entwicklungen? Auf der einen Seite stehen der Bedeutungsgewinn des informellen Lernens, die Genese neuer Tätigkeitsfelder, die Erhöhung des allgemeinen Bildungsniveaus, auf der anderen Seite der Wegfall von institutionalisierter Programm- und Curriculumplanung, die Kommerzialisierung der Freizeitkultur sowie interessengeleitetes
Bildungs- und Wissensmanagement.”
Zu dieser spannenden Veranstaltung konnten namhafte Referten gewonnen werden, wie Prof. Norbert Mäder, Prof. Gerhard de Haan, Prof. Christoph Wulf und andere. Insgesamt werden drei Werkstattberichte angeboten:
Werkstattbericht: »Vermittlungsräume«
Samstag, 24. Januar 2009, 9.30 – 10.30 Uhr
Der moderne Bildungsraum verwandelt sich heute oft in eine Kunst-, Erlebnis- oder Lerninszenierung, um ein Lernen mit allen Sinnen zu erlauben. Ausgehend von der erkenntnistheoretischen Perspektive des sich Bildenden und seinem Rezeptionsverhalten fragen die Referenten, mit welchen Methoden Bildungsprozesse in Museen, Schulen oder an Erlebnisorten in Gang gesetzt werden sollten, ohne sich in erlebnisgesellschaftlicher Veroberflächlichung zu erschöpfen. Im Dialog mit dem Plenum entwickeln sie unter Berücksichtung zentraler Aspekte der Besucherforschung
Visionen, wie viel Inszenierung Vermittlungsräume tatsächlich benötigen.”
Werkstattbericht: »Ästhetische Inszenierung des Wissens«
Samstag, 24. Januar 2009, 10.45 – 11.45 Uhr
In Ausstellungen sind mediale Inszenierungen auf die Inhalte abgestimmt. Raum, Raumbild und Information folgen einer meist hoch stilisierten Formensprache. Wie viel Raum lassen ästhetisch inszenierte Erlebnis- und Bildungsräume ihrem Nutzer für selbstgesteuerte Bildungsprozesse?
Ausgehend von einer regierenden Wirkung von Bildungsarchitekturen diskutieren die Referenten an praktischen Beispielen, in wie weit Inszenierungen des Wissens Aneignungspraktiken durch Lernende überhaupt vorsehen. Welche Rolle spielt die räumliche, zeitliche und soziale Disposition des Gastes für die Vermittlungsprozesse?
Werkstattbericht: »Bildungsräume als Marketinginstrument«
Samstag, 24. Januar 2009, 12.00 – 13.00 Uhr
Die systematische Vermarktung von Kultur und Bildungsräume steht in ihren Anfängen. Gründe für das Engagement von privaten Bildungsträgern wie Sponsoring oder Universitätsneugründung reichen von der Imagepositionierung über Beziehungsmarketing bis hin zum Recruiting eigener Arbeitskräfte. Kultur wird zum Standortfaktor. Emotionalisierung und Ästhetisierung von Kultur und Bildung durch Erlebnisorientierung und Inszenierung werden nicht unkritisch gesehen: Interessenorientierung, unsystematische Programmplanung, Verflachung von Bildungs- und Lernprozessen oder das Schwinden der Eindeutigkeit stehen gegen Argumente wie ständige Attraktivierung des Bildungsprogramms oder der
Erschließung von Wissen für breite Bevölkerungsschichten.
Flyer Bildungsräume
Anmeldeformular Bildungsräume
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von Matthias Rohs - 9. January 2009
Informelles Lernen im universitären Alltag – widersprichts sich das nicht? Untersuchungen zum informellen Lernen an Universitäten gibt es kaum. Erst in letzter Zeit sind einige Studien und Beiträge erschienen, die sich mit diesem Themenfeld auseinandergesetzt haben (siehe GMW 08 oder E-Learning Podcast der Universität Zürich).
Auch auf der w.e.b. Square-Konferenz der Universität Augsburg zum Thema „Open University oder: die Zukunft der Hochschule” am 16. Januar wird das informelle Lernen an Hochschulen diskutiert. Das spannende dabei finde ich, dass dies aus studentischer Perspektive erfolgt, denn die w.e.b.-Square Konferenz ist “von Studenten für Studenten”. Eine tolle Initiative auf die ich gerne hinweise.
Aus dem Programm:
Session (2): Web 2.0 und informelles Lernen – (universitärer) Alltag?
- Vortrag (1): Lernen 2.0: Beispiele für das „Mitmachweb” im Hochschulkontext (Christine Haf)
- Vortrag (2): Informelles Lernen und Hochschule: Wie im Hochschulkontext informell gelernt wird (Dominik Schubert)
- Vortrag (3): Net Generation: Wer sie ist und was sie wirklich kann (Jacqueline Bönisch)
Link zur Veranstaltungshomepage: http://websquare.imb-uni-augsburg.de/konferenz/programm09
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von Matthias Rohs - 16. December 2008
“Walk your talk” ist das Motto der Learntec 2009, also so viel wie “lebe das was du sagst” oder “auf Worte auch Taten folgen lassen”. In der Tat ist mein Eindruck, dass das Thema E-Learning und vor allem die Konferenzen lange von der Phantasie des Möglichen gelebt haben. Darunter waren viele schöne Ideen, die es dann letztlich doch nicht in die Praxis geschafft haben. Und so ist es wohl Zeit, die Dinge etwas realistischer zu betrachten.
Im Nachhinhein ist man natürlich immer schlauer und so könnte man sagen, dass die Entwicklung des E-Learning in Unternehmen vom Buzzword zum Buh-Wort vorhersehbar war. Viel zu oft stand das (technisch) Mögliche vor dem Sinnvollen. Das ist nun keine neue Erkenntnis und dennoch finde ich es bemerkenswert, dass nun auch eine der grossen deutschen E-Learning-Konferenzen in seinem Motto auch diesen “Weg der Erkenntnis” geht und statt auf Worte auf Taten oder zumindest das Machbare fokussiert.
Und dieser Weg beginnt in der Praxis, bei den Bedürfnissen der Schüler, Studierenden und Mitarbeiter. Und hier hat sich mit dem Web 2.0 gezeigt, wie sich Abseits des formalen E-Learning eine (Lern)Umgebung entwickeln kann, die den Bedürfnissen nach Kommunikation und Austausch gerecht wird. Und es kann sich die Frage gestellt werden, ob es nicht sinnvoller wäre und ist, sich bei den Überlegungen zur Zukunft des E-Learning an diesen informellen Lernstrukturen zu orientieren oder zumindest Schnittstellen und Links zwischen formellem und informellem Lernen zu finden.
Unter den Begriffen des Enterprise 2.0 und der University 2.0 werden solche Szenarien entwickelt und erprobt, wobei noch nicht absehbar ist, ob es Unternehmen wie Universitäten grundlegend verändern wird. Nicht selten wird dabei die neue “Net”-Generation der Studierenden als Argument ins Feld geführt, die den gewohnten Umgang mit neuen Technologien in die Bildungseinrichtungen und Universitäten bringen wird. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass das Fundament dieser Hoffnungen und Erwartungen nicht allzu fest ist.
Die Net-Generation erweist sich zwar als medienaffin, aber nicht in jedem Fall auch medienkompetent. Ob sie wirklich dem E-Learning an Hochschulen zum Durchbruch verhelfen werden ist fraglich – da sie oft auch nicht gefragt werden. So ist der Veränderungsdruck auch auszuhalten und es taucht auch schon mal die Frage auf, ob das informelle (e-)Lernen überhaupt einen Platz an einer Bildungseinrichtung hat. Oder werden wir mit den zunehmenden Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, mit Wikipedia und Open Educational Resources zwei “Lernwelten” haben? Die formelle Lernwelt in der Universität und die informelle Lernwelt ausserhalb?
Ganz wird die Hochschule wohl den Entwicklungen nicht entgehen könen. Bei einem Vortrag in dieser Woche erzählte ein Teilnehmer (Hochschuldozent), welche Auswirkungen das Web auf seinen Unterricht hat: Wenn er eine Jahreszahl nur ungefähr eingrenzen kann, haben die Studierenden in Null-Komma-Nichts die genaue! Jahreszahl aus dem Netz gefischt. Nicht nur Ungenauigkeiten werden so schnell bestraft, sondern das Web wird als Argumentationsgegner der Dozierenden in den Hörsaal geholt. Die Folgen sind bisher noch nicht absehbar.
Und danach gehen die Studierenden in die Unternehmen und mit ihr zumindest teilweise auch jene, die als Digital Natives bezeichnet werden können. Fast zwangsläufig werden sie sich in wissensintensiven Dienstleistungsbereichen wiederfinden, wo nicht nur der Bedarf am schnellen Durchsatz der Informationen gross ist, sondern auch eine entsprechende Arbeitskultur zu finden ist, die die Freiräume für technologische Experimente und freie Zeiteinteilung zulassen. Dabei kann nicht davon ausgegangen werden, dass Unternehmen eine grosse informelle “Lernwiese” werden. Der always onlearn – äh online-Status der Mitarbeiter wird nicht ohne Zugeständnisse an Handlungsspielräume und vielleicht auch Macht möglich sein.
In meinem Vortrag auf der Learntec mit dem Titel “Informelles E-Learning und die neue Freiheit für das Lernen in Hochschulen und Unternehmen” werde ich die hier aufgezeigten Zusammenhänge unter die Lupe nehmen und das eine oder andere kritisch hinterfragen. Damit werde ich dann hoffentlich auch einen Beitrag zur Erdung des E-Learning leisten, wenn auch vielleicht mit einem Thema, dass sonst auf dem Kongress – bis auf den Vortrag von Meinrad Rombach zum Thema “Networking – the informal break” – wenig Erwähnung findet.
Nachtrag: Fast hätte ich übersehen, dass auch Jay Cross auf der Learntec ist und in einem Workshop über Chancen und Risiken virtueller Teams diskutiert. In diesem Zusammenhang wird er sicherlich auch was zum informellen Lernen sagen. Und wer ihn noch nicht auf der EduMedia oder der Online-Educa gesehen hat, erhält hier dann die Möglichkeit für ein Gespräch mit dem “Champion of Informal Learning”.
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von Matthias Rohs - 3. September 2008
“Die Sache ist natürlich ein wenig aufgeblasen …. ” so steht es im Einladungsflyer des Modellversuchs “Lernende Stadt” aus Bremen. Gemeint ist natürlich nicht der Abschlussbericht, sondern eine richtige Blase, die zur Abschlussveranstaltung aufgeblasen wird. “Die Blase hat viele Vorteile, sie schützt uns vor schlechtem Wetter, wir können raus und rein gucken, sie leuchtet im Dunkeln, wir können auf ihre Oberfläche Bilder projezieren, der Neurologe auf dem Weg zum Krankenhaus denkt vielleicht an das letzte CT.”
Toll, und was hat das mit dem informellen Lernen zu tun? In der Mail der Organisatorin Frauke Wilhelm heisst es dazu:
“Seit einem Jahr gibt es das Modellprojekt “Lernende Stadt” (Projektflyer) in Bremen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, informelles Lernen im kommunalen Handeln auszuprobieren. Innerhalb der vom BMBF geförderten „Lernenden Regionen“ sind wir ein kleines Exotenmodell: wir machen weder Bildungsmonitoring, noch bauen wir ein Lernnetzwerk auf (das gibt es in Bremen schon) sondern wir haben in zwei Praxisprojekten mit vielen Beteiligten informelle Lernanlässe auf dem Weg zu konkreten Zielen geschaffen:
- im Jugendkulturprojekt „express yourself“ eroberten 180 Jugendliche die Kunsthalle Bremen für einen Tag und stellten dort ihre Ergebnisse aus einem halben Jahr Kreativen Schaffens in Bands, Tanzgruppen, Robotics, Video etc. aus
- im Stadtentwicklungsprojekt „NH4“ versuchen Verwaltung und interessierte Bürger gemeinsam mit der Leitung einer Klinik die Voraussetzungen für die selbstnutzerzentrierte Bebauung eines freiwerdenden Teils des Klinikgeländes zu schaffen”
Wer also Interesse hat mehr über das informelle Lernen in Bremen zu erfahren und vielleicht mal eine Blase von innen sehen will, der sollte es nicht verpassen am 20.9.08 ab 20:00 Uhr und am 21.9.08 ab 11:00 Uhr auf dem Ziegenmarkt im Steintor in Bremen zu erscheinen (Einladung “Lernende Stadt”).
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von Matthias Rohs - 27. August 2008
Informelles Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sind prominente Themen in der aktuellen Bildungsdebatte – und sie haben sogar eine gemeinsame Schnittstelle. Mit der Umsetzung der UN-Dekade “Bildung für eine nachhaltige Entwicklung” (Website) wurde – neben vielen anderen – auch eine Arbeitsgruppe “Informelles Lernen” (Website) eingerichtet. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Potentiale informellen Lernens für die Bildung für nachhaltige Entwicklung deutlich zu machen.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Arbeitsgruppe “Informelles Lernen” der UN-Dekade zusammen mit der Universität Kassel, Fachgebiet Didaktik der politischen Bildung, dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften und der DITSL GmbH Witzenhausen am 27./28./29. November 2008 in Witzenhausen einen Workshop zum Thema
Bildung für nachhaltige Entwicklung und informelles Lernen – unerkannte und unterschätzte Potentiale reflektieren und besser nutzen
Ein Workshop an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis
Der Workshop verfolgt das Ziel, konkrete Beispiele aus der Praxis und wissenschaftliche Analyse zusammen zu bringen. Dabei geht es aus einer praktischen Perspektive zentral darum, wie informelles Lernen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung bei den vielfältigen Aktivitäten von Organisationen und Initiativen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung stärker wahrgenommen und gefördert werden kann. Auf der Basis der praktischen Perspektive sollen dann aus einer theoretischen Blickrichtung die Verbindungen zwischen informellem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung konzeptionell reflektiert und sowohl deren Potentiale, als auch die damit verbundenen Herausforderungen formuliert werden. Leitende Fragen sind dabei u.a.: Welche Mechanismen befördern informelles Lernen im Be-reich nachhaltiger Entwicklung? Wo liegen die unerkannten, ungenutzten und unterschätzten Potentiale informellen Lernens? Wie können wir diese nutzen bzw. ganz praktisch nutzbar machen, z.B. um unsere Anliegen an den Mann/die Frau zu bringen?
Das vorläufige Programm und organisatorische Details sind hier zu finden: http://cms.uni-kassel.de/unicms/index.php?id=11491
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von Matthias Rohs - 23. May 2008
Gestern war ich auf dem 4. SCIL Kongess an der Universität St. Gallen. Dort hörte ich die Keynote von Erland Joergensen mit dem Titel “How to Create the Knowledge via Formal and Informal Learning?”. Ausgehend von den Anforderungen die die Globalisierung und die Alterspyramide an die Weiterbildung seines Konzerns stellen, hat er die Notwendigkeit zur Einführung eines neuen Lernkonzepts deutlich gemacht, dass im Wesentlichen durch folgende drei Punkte repräsentiert wird:
- Workplace Learning
- Ask-Learn-Share (Mitarbeiter stellen Fragen und teilen Wissen)
- Supervisor Engagement (Einbindung der Vorgesetzten in die Weiterbildung der Mitarbeiter)
Die Umsetzung erfolgte unter anderem durch ein Unternehmens-Wiki, dass jedem Mitarbeiter offen steht und von mehreren Tausend Mitareitern genutzt wird. Darüber hinaus ist die Weiterbildung stark an realen Arbeitsaufgaben und -projekte gebunden, deren erfolgreiche Bewältigung als Gradmesser für die Weiterbildung gilt. Das Engagement und die Unterstützung der Weiterbildung durch den Vorgesetzten wurde dabei als wesentlicher Schlüssel zum Erfolg bezeichnet.
Neu sind diese Ideen zur Integration informellen Lernens in die Weiterbildungsstrategie eines Unternehmens nicht. Jedoch die konsequente Umsetzung dieser Prinzipien in einem großen Konzern zeigt deutlich die Veränderungen die sich im Weiterbildungsbereich abspielen, auch wenn diese Beispiele, von denen es auf dem Kongress mehrere gab, sicherlich auch eine Vorreiterrolle einnehmen.
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von Matthias Rohs - 21. April 2008
Wie hier schon berichtet, gab es am wle der London University eine Veranstaltung zu Forschungsmethoden für informelles und mobiles Lernen. Nun hat mich Norbert Pachler darauf aufmerksam gemacht, dass die Ergebnisse nun hier zur Verfügung stehen. Besonders interessant sind sicherlich die Proceedings, die hier zu finden sind. (Ich hatte das Problem, dass mit dem PDF-Viewer die Seiten leer waren. Wie sich jetzt herausstellt, war es nicht nur bei mir so. Wenn ich es mit dem Acrobat -Reader geöffnet habe, ging es aber.)
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von Matthias Rohs - 12. April 2008
Auf den Seiten des Institute for Research and Innovation in Social Service bin ich auf die Aufzeichnug eines Workshops zum Thema “Web 2.0 and informal learning” gestoßen. Dabei ging es um die Frage: “How can blogs, wikis, podcasting and other web 2.0 methods be harnessed to support learning for practice?” In der Beschreibung heißt es weiterhin:
“This workshop will enable participants to learn more about the “Web 2.0″ phenomenon, demonstrate some emerging educational applications, and consider the pros and cons of applying these methods in the context of learning for the social service workforce.”
Viel Spaß beim hören.
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