StartseiteWas ist informelles Lernen?Lösungs- und GestaltungsansätzeInternationalesQuellen und AnsprechpartnerInformeller BlogWir über uns
Blog-Archiv für July 2009

Konferenzdokumentation “Learning Democracy By Doing ” erschienen

von Gast - 30. July 2009

Gastbeitrag von Ulrike Devers-Kanoglu

Endlich ist sie da, die Dokumentation der Konferenz, die Ende letzten Jahres anlässlich des 15. Geburtstages des Transformative Learning Centre der Universität Toronto in Kanada stattgefunden hat: http://tlc.oise.utoronto.ca/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/ldd-proceedings-master-document-23-july-09.pdf

Basierend auf der Feststellung, dass die Verbindung von ‘participatory democracy’ und ‘citizenship learning’ trotz aller Praxisrelevanz ein notorisch unterrepräsentiertes Feld in der Forschung darstellt, waren Forscher als auch Praktiker eingeladen, diesbezüglich in einen Dialog zu treten, um diesem Defizit entgegenzutreten. Gefolgt sind diesem Ruf 250 Teilnehmer aus aller Welt und aus einer immensen Bandbreite verschiedener Disziplinen, was sich schließlich auch äußerst beeindruckend in der Konferenzdokumentation niederschlägt: sage und schreibe 75 Beiträge, vereint auf insgesamt 781 Seiten, decken die folgenden Themengebiete ab:

1. Learning Democracy: Conceptual Discussions, Debates and Issues
2. Learning Democracy in Schools
3. Learning Democracy in Higher Education
4. Learning Democracy in Non-Formal Education
5. Learning Democracy in Social Movements and Political Parties
6. Learning Democracy in Local Communities
7. Learning Democracy in Local and Provincial Governance
8. Learning Democracy in Global Context

Dabei spielen neben formalen und non-formalen Kontexten des Lernens explizit auch Kontexte eine Rolle, in denen das Lernen naturgemäß eher informell von Statten geht – getreu dem Motto: “Learning democracy by doing” und in Anlehnung an Pädagogen wie John Dewey, die darauf verweisen, dass die Teilhabe an demokratischen Entscheidungsprozessen dazu beitragen kann, dass Bürger den Wert der Demokratie erkennen und dabei gleichsam auch die hierfür erforderlichen Kapazitäten erwerben (vgl. S. i).

Bleibt zu hoffen, dass dieses beeindruckende Werk eine breite Resonanz findet und dazu beiträgt, den begonnenen Dialog weiter fort zu führen. Eine Folgekonferenz, die diese Intention aufgreift, ist für 2010 in Rosario, Argentinien geplant: http://www.congresorosario2010.com.ar/modulos/mdle.asp?id=5&mod=English%20Version

Veröffentlicht unter Veröffentlichungen, Veranstaltungen

Learning Science in informal Environments: People, Places, and Pursuits

von Matthias Rohs - 29. July 2009


“Do people learn science in nonschool settings? This is a critical question for policy makers, practitioners, and researchers alike—and the answer is yes.” Zu dieser Feststellung kommen die Herausgeber des Buches “Learning Science in informal Environments”. Leider habe ich gerade keine Zeit das Buch für ein Review zu lesen, aber dies kann auch jeder selbst tun, denn dies ist hier kostenlos möglich.

“Learning Science in Informal Environments draws together disparate literatures, synthesizes the state of knowledge, and articulates a common framework for the next generation of research on learning science in informal environments across a life span. (…) Learning Science in Informal Environments is an invaluable guide for program and exhibit designers, evaluators, staff of science-rich informal learning institutions and community-based organizations, scientists interested in educational outreach, federal science agency education staff, and K-12 science educators. “

Quelle
Bell, P., Lewenstein, B., Shouse A. W. & Feder, M. A. (2009). Learning Science in informal Environments: People, Places, and Pursuits. National Academy of Sciences.

Veröffentlicht unter Projekte

Demokrabi – demoraktischer Kindergarten?

von Matthias Rohs - 29. July 2009

Vor einige Tagen erreichte mich die Mail von Kristian Fröhlich, Vorsitzender Demoraktisches BildungsNETZ e.V. und bat mich, Werbung für sein Demokrabi-Haus-Projekt zu machen, eine KITA in Frankfurt/a.M., in der “informelles Lernen das Prinzip” ist. Da wir unsere Unabhängigkeit behalten wollen, machen wir natürlich keine Werbung, verweisen aber gerne auf interessante Projekte. Und ein informeller Kindergarten ist sicherlich ein interessantes Projekt.
Spontan hätte ich ja gesagt, dass Kindergarten nicht ohne informelles Lernen geht. Aber der Anteil informellen Lernen ist sicherlich unterschiedlich. Aus meiner eigenen begrenzten Erfahrung ist es wohl in der Regel eine (gute) Mischung zwischen “Freispiel” und Angeboten. Zu viel Freispiel weckt eher den Eindruck motivationsarmer Erzieher/innen, zu viel Angebot weckt eher die Furcht vor Elite-KITA und verlorene Kindheit. Vor diesem Hintergrund kommt es wirklich auf die gute Mischung an.
Dennoch gibt es Unterschiede. Was macht also das Demokrabi-Haus anders. Ich denke es ist eine konsequente Orientierung am Kind und dem jeweiligen Entwicklungstempo: “Der Wunsch der Lernenden ist ausschlaggebende Instanz.” Und was machen die Erzieher: “Wir Erwachsenen brauchen nur mit Freude zusehen, wie sich ihre Potenziale entfalten.” So einfach ist es dann aber doch nicht. „Die Lernbegleiter stehen den jungen Menschen auf Anfrage ratgebend zur Seite. Diese Form der Begleitung ins selbstständige Leben und (…) erfordert von den LernbegleiterInnen ungewohnte Zurückkhaltung.” Dies errinnert mich stark an Konzepte aus der beruflichen Bildung, in denen Lernberater/Lernprozessbegleiter für projektorientiertes, selbstgesteuertes (informelles) Lernen zur Lernunterstützung zur Verfügung stehen. Interessante Parallelen.
Ich möchte an dieser Stelle das Konzept nicht bewerten, über das sich jeder selbst ein Bild machen kann (Flyer).

Veröffentlicht unter Projekte

Popular and informal Environmental Education

von Matthias Rohs - 29. July 2009

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift report beschäftigt sich mit dem Thema Popular Education. Der Begriff der Popular Education gewinnt, so das Editorial zur Ausgabe, international zunehmend an Bedeutung. In der deutschsprachigen Diskussion ist es mir bisher wenig aufgefallen und wenn, dann vor allem durch Rick Flowers – Leiter des Center for Popular Education an der University of Technology in Sydney – der im Wintersemester den DAAD-Gastlehrstuhl „Adult and Continuing Education and Learning“ an der Universität Duisburg-Essen vertreten hat. Ich hatte schon in einem anderen Post zu einer von ihm initiierten Konferenz zum Thema “Popular Education” im letzten Herbst hingewiesen. In diesem Beitrag findet sich auch ein Paper zur Erklärung des Begriffs Popular Education.
Zurück aber zur aktuellen report-Ausgabe, die, und das möchte ich hier hervorheben, diesmal fast vollständig auf englisch erschienen ist. Dies finde ich nicht nur angesichts des Themas für sinnvoll (um hier auch ausländische Expertise einzubringen), sondern auch ein wichtiges Zeichen zur Öffnung der oft sehr deutschsprachig fokussierten Bildungsdiskussion.
Den Beitrag zu “Popular and informal Environmental Education” von FLOWERS, GUEVARA und WHELAN habe ich mir etwas genauer angesehen. Die Autoren beleuchten in ihrem Artikel die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit popular und informal education im Bereich der Umweltbildung in Australien. Nach der Auswertung einiger wissenschaftlicher Umweltzeitschriften aus Australien und einiger Sekundäranalysen solcher Untersuchungen kommen sie zu dem Ergebnis, dass trotz einer allgemein hohen praktischen Bedeutung des Themas die wissenschaftliche Auseinandersetzung sehr gering ist. Wesentlich präsenter ist die formale Umweltbildung, was sie zum einen auf einen besseren Status und bessere Rahmenbedingungen an Hochschulen und Universitäten zurückführen und zum anderen mit Misstrauen zwischen dem Forschungsbereich und den “Aktivisten” begründen. Zwar gibt es ein Bekenntnis von Forschern und der Umweltbildung zu praxisorientierten Ansätzen, in der Realität zeigt sich aber zu wenig Dialog zwischen diesen Bereichen. Die Autoren plädieren daher für eine Verbesserung dieses Dialogs durch mehr praxisorientierte Forschung (und Publikationen). Diese können dann auch von den “Umweltaktivisten” eine wertvolle Hilfe zur Reflexion ihrer Tätigkeit sein. Und nicht zuletzt, so möchte ich hinzufügen, wäre es sicherlich auch eine Anerkennung ihrer Arbeit.
Der Artikel ist sehr lesenswert und bringt den Nebeneffekt vieler Quellen für die weitere Auseinandersetzung mit diesem Thema. Er stellt auch eine sehr gute Ergänzung zum Sammelband “Informelles Lernen und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung” (Brodowski et al. 2009) dar, in dem versucht wurde den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis herzustellen.

Quellen
Brodowski, M, Devers-Kanoglu, U., Overwien, B., Rohs, M., Salinger, S. & Walser, M. (Hrsg.) (2009): Informelles Lernen und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung Beiträge aus Theorie und Praxis. Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich.
Flowers, R., Guevara, R. & Whelan, J. (2009). Popular and Informal Environmental Education – The Need for more Research in an “Emerging” Field of Practice, In report – Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, 2, S. 36-50.

Veröffentlicht unter Veröffentlichungen

Informelles E-Learning an Hochschulen – Gastvortrag an der LMU

von Matthias Rohs - 24. July 2009

Auf Einladung des Lehrstuhls für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung habe ich an der LMU München einen Gastvortrag zum informellen E-Learning an Hochschulen gehalten.

Trotz einer anwährenden Popularität des informellen E-Learnings, welche durch das Web 2.0 noch gepusht wurde, ist der Umfang an Forschungsarbeiten doch recht begrenzt. Dies hat schon Selwyn in einem Artikel 2007 festgestellt, so dass ich seit dem recht wenig getan zu haben scheint. Dies mag an zwei Dingen liegen. Zum einen ist das Thema nach wie vor schwer zu fassen. Die definitorische Auseinandersetzung hat zwar Fortschritte gemacht, von einer Klarheit des Begriffs und des Phänomens oder einer Systematisierung kann hingegen nicht gesprochen werden. Problem Nummer zwei, welches damit eng zusammenhängt, ist die Beobachtung, Messung oder allgemeiner die methodische Annäherung.

In meinem Vortrag habe ich explizit das informelle E-Learning an Hochschulen fokussiert, das Thema also stark eingeengt. Was kann man also sagen:

Zunächst einmal geht es um eine Beschreibung dessen, was eigentlich informelles Lernen an Hochschulen ist. Dies ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Erstens kann man unterschiedliche Personen betrachten. Betrachtet man die Hochschule als Ganzes, sind es nicht nur die Studierenden, sondern auch die Dozierenden, Forscher und auch Angestellte (z.B. in den Dienstleistungseinrichtungen), die betrachtet werden können. Dies auch nicht nur für sich, sondern auch in Interaktion miteinander, denn z.B. der Kontakt zwischen Studierenden und Dozierenden ist ja nicht in jedem Fall einem formalen Lernsetting zuzuordnen. Oft haben mir auch ProfessorInnen und NachwuchswissenschaftlerInnen erzählt, dass sie ihre Art und Weise zu Lehren sich von ihren DozentInnen abgeschaut haben – dies ist dann eindeutig informelles Lernen. Aber auch in Forschungsprojekten können Studierende viel informell lernen.

Zum Zweiten geht es um den Ort. Was heisst diesbezügliche eigentlich informelles Lernen an Hochschulen? Ist der Ort des Lernens der Hörsaal? Oder der Campus? Oder der Praktikumsplatz? Oder die Kneipe, in der ich mich mit den Kommilitonen zur Prüfungsvorbereitung treffe oder bei einem Bier über das eine oder andere Thema der Vorlesung spreche? Oder ist es jeder Ort, an dem ich mich über das Internet oder in Büchern mit Studieninhalten beschäftige? Dies sind alles unterschiedliche Orte des informellen Lernens, die man in den Fokus nehmen kann

Eine dritte Dimension wären die Lerninhalte an sich. Lerninhalte klingen im ersten Moment stark nach formalem Lernen. Was kann man in Bezug auf die Lerninhalte informell lernen? Hier betrifft informelles Lernen an Hochschulen nicht nur die Studieninhalte, sondern vor allem auch Fragen zur Studienorganisation und –durchführung.

Letzter Aspekt wäre die Form, wie informell im Rahmen der Hochschule gelernt wird. Ich kann mich individuell informieren, sei es in Büchern, im Internet u.a. oder aber auch mit anderen kommunizieren und zusammenarbeiten.

Ein weiterer Punkt im Rahmen informellen Lernens an Hochschulen ist die Anerkennung informell erworbener Kompetenzen . Zwar wird in diesem Zusammenhang vornehmlich die Anerkennung von Leistungen vor dem Studium zur Zulassung an ein Hochschule diskutiert, aber auch im Rahmen der Hochschullehre kann informelles Lernen in z.B. in (e)Portfolios dokumentiert werden.

Dieser Bandbreite an Themen könnte man sicherlich ein Buch widmen, daher will ich mich an dieser Stelle auf das studentische Lernen innerhalb von Lehrveranstaltungen konzentrieren. Informelles Lernen spielt hier, wie in der Schule, zum einen als heimlicher Lehrplan eine Rolle. Wie wird Wissenschaft präsentiert? Welches Wissenschaftsverständnis gibt es? Wie verhält man sich als Dozierender? Das sind nur einige Aspekte dessen, was neben den eigentlichen Fachinhalten noch vermittelt wird – sozusagen eine Einführung in die Wissenschaftskultur.

Informelles Lernen kann aber auch bewusst gefördert werden, indem den Studierenden Freiräume geschaffen werden. Methodisch bieten sich dafür Ansätze wie exploratives, forschungsbasiertes, problemorientiertes, situiertes, erfahrungs- oder projektorientiertes Lernen an, um nur einige zu nennen.

Mehr Freiheiten im Lernprozess bedeutet aber auch weniger Kontrolle über die Lernwege und –ergebnisse. Dies führt nicht nur zu Verunsicherungen bei den Dozierenden (ob die geplanten Lernziele erreicht werden), sondern auch bei den Studierenden (ob sie prüfungsrelevantes Wissen erwerben). Die Möglichkeiten sind jedoch vorhanden und es liegt in der Hand der Dozierenden und Studierenden, sie zu nutzen.

Wird die Frage des informellen Lernens im Hochschulkontext auf das E-Learning fokussiert, stellt sich die Frage, was eigentlich mit informellem E-Learning gemeint ist. Reicht es aus zu sagen, informelles E-Learning ist informelles Lernen mit IT-Unterstützung? Oder hat informelles E-Learning spezielle Eigenschaften?

Nach Hauske & Bendel (2007) greifen beim informelle E-Learning „Lernende via Computer und Internet auf ihm frei zugängliche Informations- und Lernangebote zu, die ihm bei der Lösung eines aktuellen Problems helfen oder die er zur Befriedigung eines akuten Informationsbedarfs benötigt.“ (Hauske & Bendel 2007).

In einer eigenen Expertenbefragung zum Verständnis informellen E-Learnings zeigte sich, dass technologisch neben Web 2.0/Social Software-Anwendungen und Google auch (traditionelles) E-Learning-Tools in Verbindung zum informellen Lernen gebracht werden. Zwar mag es auf den ersten Blick verwirrend sein, aber auch mit klassischen E-Learning-Tools kann informelles Lernen unterstützt werden, wenn sie im oben beschriebenen methodischen Sinne eingesetzt werden. Zahlreiche Plattformen gehen ohnehin den Weg, mehr Funktionalitäten anzubieten, die auch informelles Lernen ermöglichen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass auch Kommunikation und Kooperation oft als Aspekte informellen E-Learnings genannt wurden. Dies ist auch ein klarer Unterschied zu allgemeinen Definitionen informellen Lernens.

Neben Web 2.0-Anwendungen sind es darüber hinaus auch 3D-Welten (also z.B. Second Life) und Computerspiele, die mit dem informellem E-Learning in Zusammenhang gebracht werden. Second Life wird zwar schon hier und dort an Hochschulen eingesetzt, meines Erachtens nach aber vor allem in formal geprägten Settings. Über den Einsatz von Computerspielen an Hochschulen habe ich hingegen noch nichts gehört.

Doch welche Forschungsergebnisse stehen zum informellen E-Learning im Hochschulbereich zur Verfügung? Nicht viel, wie eingangs schon erwähnt. Vor allem Social Networks scheinen für die Forschung interessant zu sein. Eine aktuelle Studie von Madge et al. (2009) hat die Wirkung von Social Networks auf die Integration von Studienanfängern und das Lernen untersucht. Demnach werden Social Networks sehr intensiv zur Vernetzung an der Universität genutzt. Für das Lernen sind sie hingegen marginal. Dies bestätigen auch die Untersuchungen, die wir an der Universität Zürich durchgeführt haben. Danach nutzen gut ein Drittel der Studierenden zwar täglich Facebook, aber nur rund 15% finden es für das Lernen wichtig oder sehr wichtig (Rohs 2009). Auch die Studie von Jadin & Zöserl (2009) bestätigt dies und zeigt, dass für das informelle Lernen an Hochschulen vor allem klassische Medien wie das Buch und Zeitschriften von Bedeutung sind.

Dies heisst nicht, dass informelles E-Learning an Hochschulen unbedeutend ist. Ganz im Gegenteil. Es gibt ein paar gelungene Beispiele zur Integration informellen (e)Learnings an Hochschulen. Exemplarisch seien die Projekte Knowledge-Bay (Sporer 2008), inPUD (Jahnke & Mattick 2008), sowie CELEP (Kepp et al. 2008) genannt.

Abschliessend kann ich nur sagen, dass mir (und hoffentlich auch den Studierenden) der Ausflug an die LMU München sehr viel Spass gemacht und mich auch viel zum Nachdenken angeregt hat.

DIe Folien zum Vortrag gibt es hier

Quellen

Hauske, S. & Bendel, O. (2007). Informelles E-Learning. Im Internet: http://www.informelles-lernen.de/fileadmin/dateien/Informelles_Lernen/Texte/Hauske_Bendel_2007.pdf

Jadin, Tanja & Zöserl, Eva (2009). Informelles Lernen mit Web-2.0-Medien. In: bildungsforschung, Jahrgang 6, Ausgabe 1, URL: http://www.bildungsforschung.org/Archiv/2009-01/Web2.0/

Jahnke, I. & Mattick, V. (2008). Integration informeller Lernwege in formale Universitätsstrukturen: Vorgehensmodell „Sozio- technische Communities“, In Zauchner, S.; Baumgartner; P.; Blaschitz, E. & Weissenbäck, A. (Hrsg.): Offener Bildungsraum Hochschule: Freiheiten und Notwendigkeiten, S. 192-203. Münster: Waxmann Verlag.

Kepp, S.-J. et al. (2008): Chatten kann jede/r ;-) . Integration von informellen Lern- und Kommunikationswegen und Social Software in ein Blended-Learning-Konzept für Lehramtsstudierende im Bereich Englische Kulturwissenschaft. In: Zauchner, S.; Baumgartner, P.; Blaschitz, E.; Weissenbäck, A. (Hrsg.): Offener Bildungsraum Hochschule. Freiheiten und Notwendigkeiten. Medien in der Wissenschaft; Band 48. Münster, Waxmann, 2008. 204-213.

Madge C. et al. (2009). Facebook, social integration and informal learning at university: It is more for socialising and talking to friends about work than for actually doing work. Media and Technology, Vol. 34, No. 2. (2009), pp. 141-155.

Mori, I. (2007). Student Expectations Study 2007. Coventry: Joint Information System Comitee.

Rohs, M. (2008). Studierendenbefragung E-Learning 2008: Ergebnisse. Universität Zürich, E-Learning

Center. Online: http://www.elc.uzh.ch/news/studierendenbarometer200/UZH-Studierendenbefragung_E- Learning_2008.pdf

Selwyn, N. (2007) ‘Web 2.0 applications as alternative environments for informal learning – a critical review’ paper presented to OECD-KERIS expert meeting – Korea, October 16-19th, Online: http://www.oecd.org/dataoecd/32/3/39458556.pdf (21.07.2009)

Sporer, T. (2008): Projekt Knowledgebay – Fallbeispiel zur Integration informeller studentischer Lerngemeinschaften in das formale Hochschulstudium. In: Schachtner, C. & Höber, A. (Hrsg.). Learning Communities: Der Cyberspace als neuer Lern- und Wissensraum. S. 145-156. Wiesbaden: Gablerverlag.

Veröffentlicht unter E-Learning, Hochschule

Zur Integration formellen und informellen Lernens aus sich der Personalentwicklung

von Matthias Rohs - 14. July 2009

Anke Hirning ist keine Unbekannte im E-Learning. Schon seit Jahren ist die Personalerin von Hewlett-Packard auf Konferenzen und Workshops zum E-Learning anzutreffen. Sie gehört zu jenen wichtigen Personen, die aus der Praxis den Link in die Wissenschaft herstellen. Im Hanbuch E-Learning hat sie nun eunen Artikel zur Integration formellen und informellen Lernens geschrieben.

Ziel des Beitrags ist es aufzuzeigen, für welche Bereiche sich die einzelnen Lernformen (formelles und informelles Lernen) besonders eignen und wie sie kombiniert werden können. Dazu beschäftigt sie sich mit Anforderungen an Weiterbildung und an Mitarbeiter, zeigt aktuelle Problematiken in diesem Bereich auf und stellt Modelle als auch kritische Beispiele zur Integration formellen und informellen Lernens dar. Es ist sicherlich nicht angebracht, wissenschaftliche Kriterien an diesen Handbuchartikel anzulegen, denn dies ist wohl auch nicht Ziel der Autorin gewesen. Eine theoretische Verankerung fehlt und die spärlichen Literaturverweise sind nicht im Text verankert und wirken recht willkürlich. Was Hirning jedoch darstellt hat Hand und Fuss und stellt weitgehend die praktische Umsetzung zum Stand der Wissenschaft dar. Insbesondere Praktikern aus der Personalentwicklung sei dieser Artikel daher empfohlen. Ihnen wird die Sprache der “Performancesteigerung” und “Effizienz” auch vertrauter und eingängiger sein, als mir. Auch mit der “Eigenverantwortung” habe ich meine Schwierigkeiten – hier nur der oft schon gebrachte Verweis auf Garrick (1998). Und hier schliesst sich auch meine einzige Kritik am Artikel an: Es fehlt die Auseinandersetzung zwischen der Zielorientierung der PE und der Offenheit, die informelles Lernen benötigt. Zwar werden kulturelle Fragen wie “Vertrauen” angesprochen, aber gerade dies scheint mir ein Feld von Konflikten zu sein, die für die PE spannend und vielleicht zukünftig sogar von grosser Bedeutung ist. So ist auch auffällig, dass Hirnings Beispiele zur Verbindung formellen und informellen Lernens doch einen eher formalen Rahmen beschreiben. Wieviel Freiheit aber kann dem informellen Lernen gegeben werden? Welche Aufgaben kommen der PE zu, wenn sie nicht mehr Kurse verwaltet, sondern informelles Lernen fördern soll? Wie kommt man zur beschriebenen Kultur, die für informelles Lernen notwendig ist? Fragen auf die es sicherlich noch keine befriedigenden Antworten gibt, denen man sich aber in diesem Zusammenhang notwendig stellen muss.

Quellen

Garrick, J. (1998a), Informal Learning in the Workplace. Unmasking Human Resource Development, London: Routledge.

Hirning, A. (2009). Integration formellen und informellen Lernens, In A. Hohenstein & K. Wilbers (Hrsg.), Handbuch E-Learning. Loseblattwerke Deutscher Wirtschaftsdienst. Artikel 4.32.2

Veröffentlicht unter E-Learning

  • Kategorien
    • Allgemein
    • Anerkennung
    • Berufssbildung
    • Bildungspolitik
    • Calls
    • E-Learning
    • Erwachsenenbildung
    • Freiwilliges Engagement
    • Freizeitforschung
    • Hochschule
    • Initiativen
    • Jugendalter
    • Kindheit
    • Presse
    • Projekte
    • Schule
    • Statements
    • Untersuchungen
    • Veröffentlichungen
    • Veranstaltungen
    • Weiterbildung
  • Archiv
    • » February 2010
    • » January 2010
    • » December 2009
    • » November 2009
    • » October 2009
    • » September 2009
    • » August 2009
    • » July 2009
    • » May 2009
    • » April 2009
    • » March 2009
    • » February 2009
    • » January 2009
    • » December 2008
    • » November 2008
    • » October 2008
    • » September 2008
    • » August 2008
    • » July 2008
    • » June 2008
    • » May 2008
    • » April 2008
    • » March 2008
    • » February 2008
    • » January 2008
    • » December 2007
    • » November 2007
    • » October 2007
    • » September 2007
    Blogroll
    • » Flux by Futurelab
    • » Graham Attwell
    • » HEAD.Z Blog
    • » Informal Learning
    • » informallearning.net
    • » insci
    • » Jay Cross – Informal learning Blog
    • » LearningWork
    • » Researching Online Informal Learning
    • » The Learner’s Guild
    • » Tim Schlotfeldt
    • » Weiterbildungsblog