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Informelles Lernen für Nachhaltigkeit – Die Entwicklung von Nachhaltigkeitsformaten in den audio-visuellen Medien »

Learnscaping – ein un-book von Jay Cross

von Matthias Rohs - 23. November 2008

LearnscapingJay Cross gehört ohne Frage zu den Personen, der den meisten Menschen als erstes einfällt, wenn es um das informelle Lernen geht. Grund dafür ist in erster Line sein Buch “Informal Learning: Rediscovering the Natural Pathways That Inspire Innovation and Performance“. Darin vermittelt er auf leicht verständliche Art und Weise die Bedeutung informellen Lernens, ohne dabei zu sehr in die Tiefe zu gehen. So ist es für mich vor allem eine Frage eingängiger Thesen und eines geschickten Marketing, die ihn zu einer nachgefragten Experten im Bereich des informellen Lernens gemacht haben. In jedem Fall gebührt ihm aber der Ruhm, das informelle Lernen nicht nur in Amerika, sondern weltweit auf die Agenda gesetzt zu haben.

Seit einiger Zeit ist er nun mit einem zweiten Buchprojekt unterwegs, dass er in seinem Blog bewirbt: Learnscaping. Das interessante an diesem “un-book” ist, dass es ähnlich wie ein Wiki ständig weiterentwickelt wird. Aktuelle Versionen können als book-on-demand bei Lulu bestellt werden. Dort gibt es auch ein Preview.

Die Idee finde ich sehr spannend und so habe ich mit auch das Buch in der Version 1.3.1. bestellt. Der Inhalt überzeugt mich aber wenig.  Wie Jochen Robes hier schon erwähnt, ist dieses Buch eine Sammlung von Beiträgen, in denen alle gängigen Buzzwords versammelt sind. Viele dieser Beiträge findet man in ähnlicher Form auch in verschiedenen Blogs. Und so liest sich auch das Buch wie eine Sammlung von Blogeinträgen, die allenfalls kategorisiert sind, aber kaum in Verbindung gebracht werden. Aber vielleicht ist es auch nur konsequent, da er als ein Erfolgskriterium von Lernen angibt, dass es in kleinen Portionen angeboten werden muss (S. 82).

Auch wenn das Buch nur den Anspruch eines “how-to book”  hat, kann mich der “Champion of informal learning”  (S.131) mit seinem neuen Buch nicht überzeugen. Dass es dennoch interessante Gedanken beinhaltet, will ich nicht abstreiten – ähnlich wie es in einem Kochbuch auch gute Rezepte gibt. Ob man dadurch allerdings gleich ein/e gute/r Koch/Köchin wird, ist fraglich.

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