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Informelles Lernen in der internationalen Diskussion
von Bernd Overwien
Schon in der us-amerikanischen Bildungsdebatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts und dann in der us-amerikanischen Erwachsenenbildung der fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wird über „informal education“ und „informal learning“ debattiert (Knowles 1951). Der Begriff tauchte dann in entwicklungspolitischen Bildungskontexten erneut auf. In internationalen Organisationen wie UNESCO, UNICEF, Weltbank wird er in den siebziger und achtziger Jahren verwendet, um dann in zunächst eher ethnologische und schließlich wiederum erzie-hungswissenschaftlichen Debatten englischsprachiger Länder zu gelangen (vgl. dazu Coombs, Achmed 1974, Lave 1982). Die Erkenntnis der Faure-Kommission der UNESCO - man sollte wohl eher von einer Schätzung sprechen - wonach informelles Lernen etwa 70 % aller menschlichen Lernprozesse umfasse, erregt Anfang der siebziger Jahre Aufsehen und wird bis heute häufig zitiert. Die Kommission fordert, dass an dieses Lernen angeschlossen wird und Bedingungen geschaffen werden, die es erleichtern (Faure 1972). Im Bericht der Delors-Kommission wird diese Sichtweise 1996 wieder aufgenommen. Bis Mitte der neunziger Jahre beschränkt sich die Verwendung des Begriffes in erster Linie auf englischsprachige Länder, wie die USA, Kanada, England und Australien. Diese werden in Deutschland zwar im Rahmen entwicklungspolitisch inspirierter Diskurse über Bildung im Nord-Süd-Verhältnisse aufgegriffen, was aber nicht zu einer breiteren Wahrnehmung führte.
On the Debate and Research Findings on Work-related Informal Learning in Germany von Bernd Overwien
Overwien, B. (2006). On the Debate and Research Findings on Work-related Informal Learning in Germany . In: Project Eagle Newsletter (Interreg IIIB project EAGLE Nature Centres and Environmental Interpretation in the Baltic Sea Region), University of Lüneburg 2006, S. 19-28.
(c) 2007 www. informelles-lernen.de
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